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Eine Wanderung vom Herzen Spandaus bis über die Grenzen nach Brandenburg

Unser Weg beginnt am U-Bahnhof Altstadt Spandau, den wir in Richtung Breite Straße verlassen. Über die Ampelanlage an der Hauptstraße Am Juliusturm gelangen wir auf den Behnitz. Eine kleine Kirche und Jahrhunderte alte Häuser lassen uns ahnen, wie dieser Fleck Spandaus im Mittelalter einmal ausgesehen haben muss.
Ein kleiner Abstecher nach rechts führt von hier aus zur Spandauer Schleuse. Wir wollen den Behnitz jedoch geradewegs Richtung Norden durchqueren. Da der Weg über die Brücke am Möllentordamm gesperrt ist, müssen wir uns links halten und spazieren um die alte Stadtmauer herum, über die Brücke am Hohen Steinweg, auf die andere Seite des Ufers.
Der Weg an der Havel entlang führt uns durch den Wröhmännerpark zum Eiswerderufer. Hier befindet sich auf dem Gelände der früheren Schultheiss-Brauerei das Quartier Schultheiss. Wir nutzen die Gelegenheit, uns im Café am Ufer noch einmal zu stärken und genießen bei einer Tasse Kaffee den Blick auf die Zitadelle und den Spandauer See.
Dann geht es am Wasser entlang weiter Richtung Norden. Bereits nach wenigen Schritten überqueren wir die Eiswerderstraße, den Weg zur Insel Eiswerder im Spandauer See. Wir spazieren an drei ehemaligen Wehrmachtsspeicher südlich des alten Spandauer Nordhafens vorbei und folgen dann der Straße Havelschanze. An ihrem Ende halten wir uns rechts und laufen am Rande des Hafengewässers durch den Maselakepark.
Über die Fußgänger-Zugbrücke gelangen wir auf die andere Seite der Maselake. Der Uferweg führt uns zur Havelspitze. Von hier aus haben wir einen wunderbaren Blick auf die so genannte Liebesinsel (Kleiner Wall) im Spandauer See.
Wir setzen unseren Weg am Ufer fort,  unterqueren zunächst die Spandauer-See-Brücke und später die Wasserstadtbrücke. Die Straße Am Wasserbogen führt uns wenig später rechter Hand zu einer Brücke über den Maselakekanal. Auf der anderen Uferseite halten wir uns links und folgen dem Uferweg. Hinter dem kleinen Park, den wir rechts sehen, stoßen wir auf die Goltzstraße.
Hier biegen wir rechts ab, überqueren die Mertensstraße und laufen weiter bis zur Werderstraße. Nun halten wir uns rechts, bis wir auf der anderen Straßenseite den Elkartweg entdecken. Er führt uns wenig später über den Fährweg zur Anlegestelle einer Personenfähre: Endlich sind wir wieder am Havelufer angelangt und können unseren Weg entlang des Wassers Richtung Norden fortsetzen.
Ein kleiner Schlenker um den Aalemannkanal herum nach Westen und schon gelangen wir am Aalemannufer zur Fähranlegestelle, der einzigen Autofähre Berlins, wo sich die Gelegenheit bietet, in dem dortigen Restaurant/Café am Wasser einen Happen zu essen.

Gestärkt setzen wir unsere Wanderung anschließend am Havelufer fort. Über den Oberhavelsteg, der den Teufelsseekanal überquert, laufen wir auf dem Uferweg bis zur so genannten Bürgerablage, dem „Spandauer Strandbad“. An dieser Stelle verlief früher die Grenze zur DDR. Ein Kuriosum der besonderen Art: die West-Berliner Exklaven Erlengrund und Papenberge. Sie durften zu DDR-Zeiten nur von den Grundstückseigentümern betreten werden.  Eine Informationstafel weist darauf hin.
Unser Weg führt weiter durch das Waldgebiet Neuendorfer Heide bis nach Nieder Neuendorf, einem Ortsteil von Hennigsdorf. Auch hier holt uns die deutsch-deutsche Vergangenheit ein: Ein Grenzturm am Wegesrand erinnert uns daran, dass von hier aus früher die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg kontrolliert wurde, die längs durch die Havel verlief.

Nicola Pridik