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Spandau aufs Dach steigen

Mit dem Bürgermeister auf den Rathausturm

Rathaus Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Rathaus Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Am 24.6.2016 um 15.00 Uhr bietet Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank interessierten Bürgerinnen und Bürgern wieder an, mit ihm den Rathausturm zu erklimmen um oben angekommen eine herrliche Aussicht auf  Spandau zu genießen.

Aufgrund der großen Nachfrage gibt es folgende weitere Termine im Juli:

  • Mittwoch, den 6.7.2016 um 16.00 Uhr
  • Donnerstag, den 14.7.2016 um 16.30 Uhr
  • Donnerstag, den 21.7.2016 um 17.00 Uhr und
  • Mittwoch, den 27.7.2016 um 17.00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldungen erfolgen bitte im Bezirksbürgermeisterbüro unter der Telefonnummer 90279-2306 oder per Mail unter buergermeister@ba-spandau.berlin.de unter Nennung des vollständigen Namens, der gewünschten Teilnehmerzahl und der Kontaktdaten.

Aufgrund der beschränkten Zugänglichkeit des Turmes und seiner Plattform, können jeweils nur 20 Interessenten pro Besuchstermin berücksichtigt werden.

Badestellen in Spandau

Öffentlich und nichtöffentlich ausgewiesene Badestellen

Panoramabild: Kleine Badewiese an der Unterhavel in Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Panoramabild: Kleine Badewiese an der Unterhavel in Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Im Sommer haben es wir Spandauer leicht, uns Abkühlung zu verschaffen  – da mag die Sonne noch so sehr vom Himmel scheinen. Andere müssen erst in den Urlaub fliegen, um gemütlich an und in natürlichen Gewässern die Freizeit zu genießen und die Seele baumeln lassen zu können.

(Kurze Anmerkung der Redaktion: Ich würde mich über Erfahrungsberichte und Hinweise zu Spandauer Badestellen freuen. Hierzu kann gerne die Kommentarfunktion am Ende des Beitrags genutzt werden.)

In Spandau sind Badestellen zu Fuß, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmittel schnell erreicht. Vom Sandstrand bis zur Liegewiese, mit oder ohne Schatten spendenden Baumbestand ist alles vertreten. Neben den offiziellen Badestellen wird an vielen anderen Stellen der Sprung in die Havel oder den Kiesteich gewagt.

Grundsätzlich verboten ist das Baden an folgenden Stellen:

  • in der Havel von der Insel Eiswerder bis zum Pichelsdorfer Gmünd, einschließlich der seenartigen Erweiterungen bis Höhe Schildhorn
  • in den Häfen
  • an Brücken
  • in Schleusen
  • an Schiffsanlegestellen
  • an Fähren

Karten des Landesamtes für Gesundheit weisen Stellen an Unterhavel und Oberhavel aus, an denen in Spandau nicht gebadet werden darf. Wie oft diese Karte aktualisiert wird, ist leider nicht klar zu erkennen. Wer an diesen Orten unterwegs ist, wird feststellen, dass sich viele Badegäste davon nicht abhalten lassen.

Diese Karte weist auch auf Einleitstellen für Regenwasser hin. An diesen Stellen kann es nach Regenfällen zu einer deutlichen Verschlechterung der Badegewässerqualität kommen, da hier das Regenwasser aus dem Straßenland mit allen typischen Verunreinigungen in die Havel gelangt.

Spandau verfügt über fünf öffentlich ausgewiesene Badestellen. Deren Wasserqualität wird während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September im 14-tägigen Abstand überprüft. Dazu gehören chemische, biologische und physikalische Untersuchungen des Wassers, aber auch der dazugehörigen Umgebung. Von der Wasserrettung (DLRG, ASB, Rotes Kreuz) überwacht kann hier unbeschwert gebadet werden. Das Badegewässertelefon (90229 5555) vom Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin ist rund um die Uhr erreichbar.

Zu Mauerzeiten waren die Badestellen oft überfüllt. Dicht an dicht drängten sich die Besucher. Endlose Autokolonnen bewegten sich morgens zu den wenigen Zielen und abends wieder nach Hause. Der Stau gehörte zum Badevergnügen wie die Luftmatratze. Angesichts vieler Badestellen im Umland ist die Situation heute viel entspannter.

Gute Informationen zu den Badegewässern und ihrer Qualität liefert das Badegewässerprofil

Leider gibt es genügend Zeitgenossen, die sich nicht an die Warnhinweise halten. Das ist natürlich jedem selbst überlassen. Bedenklich wird es nur, wenn kleine Kinder einer möglichen Gesundheitsgefährdung ausgesetzt werden.

  1. Allgemeine Beschreibung des Badegewässers, der an dem Badegewässer liegenden Badestelle, des Einzugsgebietes, der Nutzung des Gewässers und des Einzugsgebietes, der Verantwortlichkeiten
  2. Feststellung, Beschreibung und Risikobewertung hygienischer Verschmutzungen und deren Quellen; Beschreibung der Eintragspfade
  3. Bewertung des Risikos einer Massenvermehrung von Cyanobakterien, Makroalgen und/oder Phytoplankton
  4. Maßnahmen zur Verringerung eines hygienisch gesundheitlichen Risikos für die Badenden

Vermüllung der Badestellen

Ein Umstand, der sich in den letzten Jahren immer mehr zeigte, ist die zunehmende Rücksichtslosigkeit einiger Hundebesitzer, die trotz Hundeverbots an den Stränden, mit ihren Vierbeinern das kühle Nass nutzen. Sehr zum Ärger der anderen Badenden.

Gerade die inoffiziellen Bade- oder Sonnenbadestellen in Spandau sehen am Ende des Tages eher aus, wie eine Müllkippe. Essensreste, Tüten und Plastikbecher zeugen von wenig Rücksichtnahme. Zerschlagene Glasflaschen bedeuten eine große Gefahr – nicht nur für spielende Kinder. Nun mag die Forderung nach täglichen Reinigungstouren durch die SR oder andere Institutionen nachvollziehbar sein, ein wenig Zivilcourage und die freundlich Aufforderung an die Verursacher wäre sicherlich auch ein Weg.

Bürgerablage

  • bewacht durch DLRG und ASB
  • Bei dieser Badestelle handelt es sich um eine EU-Badestelle
  • Anfahrt: Bus 136 (Bürgerablage)
  • Niederneuendorfer Allee 84
  • 13587 Berlin
  • Info zur Badegewässerqualität

Spandaus nördlichst gelegene Badestelle ist die Bürgerablage an der Oberhavel. Über die Herkunft des Namen streiten sich die Gelehrten. Wahrscheinlich wurde hier einmal für Spandauer Bürger Holz abgelagert. Zur DDR-Zeiten patrouillierten Grenzboote, um die Grenze nach Brandenburg zu „schützen“. Eine weitere Kuriosität waren die beiden Exklaven Erlengrund und Fichtewiese: Die Laubenkolonien waren nur betretbar, nachdem sich die Gartenbesitzer an einer kleinen Pforte bei den Grenzposten gemeldet hatten. Der Übergang verschwand nach dem Gebietsaustausch 1988, als die beiden Exklaven unkontrollierten Gebietsanschluss an West-Berlin erhielten.
Der große Sandstrand, von hohen Kiefern umgeben, lässt die Großstadt schnell vergessen. Ab und an kommen hier Radfahrer vorbei, die sich auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen bewegen. Ein Ausflugslokal mit großem Biergarten sorgt für das leibliche Wohl.

Flußbadeanstalt Oberhavel

Von der Flußbadeanstalt Oberhavel in der Nähe des Spandauer Nordhafen sind keine Spuren  geblieben. Offiziell ist dies keine Badestelle mehr. An der alten Stelle ist jetzt eine flache Uferwiese mit einem kleinen sandigen Uferbereich. Im Sommer tummeln sich hier ein paar wenige Badegäste. Nahe dabei sind neue teure Häuser entstanden. Wer also ins offizielle kühle Nass springen möchte, muss nun weiter zur Unterhavel.

Uferpromenade, Appelwiese oder Obstwiese

  • Anfahrt: Bus 134
  • Am Ortsrand (am Ende der Straße)
  • 14089 Berlin

Nördlich der Villa Lemm findet sich eine kleine unbewachte Badestelle, die viele Namen trägt: Uferpromenade oder Appelwiese. Die Jugend Gatows nennt sie auch „Obstwiese“, weil hier mitunter Obst in flüssiger Form konsumiert wurde (wird?). Früher einmal, in den 1970er Jahren gab es hier noch einen Bauwagen der DLRG, heute ist hier jeder für sich selbst verantwortlich.

Kleine Badewiese in Gatow

Etwas weiter, am alten Gatower Ortskern gelegen, befindet sich die Kleine Badewiese. Viermal größer als die Bürgerablage erfreut sie sich großer Beliebtheit wegen der vielen schattigen Plätze unter hohen Laubbäumen. Hier gibt es nur wenig Sand, dafür aber weite Wiesen. Gastronomie befindet sich direkt am Strand.

 

Kleine Badewiese an der Unterhavel in Spandau

Kleine Badewiese an der Unterhavel in Spandau

Kleine Badewiese an der Unterhavel in Spandau

Kleine Badewiese an der Unterhavel in Spandau

  • Wasserrettung: DRK Wasserwacht
  • Vor dem Bootsverkehr geschützte Badestelle
  • Bei dieser Badestelle handelt es sich um keine EU-Badestelle mehr
  • Anfahrt: Bus 134, X34
  • Am Wiesenhaus
  • 14089 Berlin

Große Badewiese in Gatow

  • Wasserrettung: bewacht durch DLRG
  • Anfahrt: Bus 134, X34
  • Seepromenade 1
  • 14089 Berlin

Nur zwei Kilometer weiter in Richtung Süden gelangen wir zur Großen Badewiese. Weite Wiesenflächen und etwas weniger Baumbestand als bei der Kleinen Badewiese bieten Raum für jeden noch so großen Ansturm.
Ungewöhnlich ist der Zugang zum Wasser. Die Uferkante besteht aus einer etwa einen Meter hohen Betonwand. Stufen führen hinab ins Wasser. Durch die Wiese führt ein Trampelpfad, den Wanderer und auch Radfahrer gerne nutzen. Die einzige flache, sandige Badestelle – wunderschön von Schilf umgeben – findet sich rund 200 Meter weiter südlich.

Badestelle Breitehorn

Breitehorn in Kladow

  • Vor dem Bootsverkehr geschützte Badestelle
  • Anfahrt: Bus 134
  • Kolonie Breitehorn
  • 14089 Berlin

Folgen wir der kilometerlangen Uferpromenade an der Havel, gelangen wir an der Grenze von Hohengatow und Kladow, direkt am Campingplatz,  zur kleinen Badestelle Breitehorn. Im Sommer ist der Sandstrand von unzähligen Kanadagänsen belagert. Hier wird 2014 eine hohe Belastung an coliformen Bakterien gemessen. Noch (Stand 06-2014) ist kein Wert erreicht, bei dem vom Baden abgeraten wird.

Groß Glienicker See Süd (Moorloch)

Badestelle Groß Glienicker See (Moorloch)

Badestelle Groß Glienicker See (Moorloch) (Foto: Ralf Salecker)

Der Glienicker See weist auf beiden Seiten von allen Badestellen in Spandau die höchste Sichttiefe auf. Bis zu 3,6 Meter tief kann man nach Unten schauen. Das kommt all denen entgegen, die gerne “wissen” wollen, was sich unter ihnen befindet.

EU-Badestelle Groß Glienicker See, Nord (Pferdekoppel)

Freibäder der Berliner Bäder-Betriebe

Freibad Spandau Süd

 

Ausstattung: große Liegewiese, ein 50m Schwimmbecken mit integrierter Sprunggrube sowie 1 und 3m Sprungbrett. Für die kleinen Gäste steht ein Nichtschwimmerbecken mit 20m Rutsche und ein Planschbecken bereit. Der Parkplatz direkt am Schwimmbad ist kostenpflichtig.

  • Gatower Straße 49
  • Öffnungszeiten:  täglich von 7 bis 20 Uhr.
  • Tageskarte: 5,50, ermäßigt 3,50 Euro
  • Früh- und Spätrabatt bis 8 Uhr und ab 75 Minuten vor Badeschluss: 3,50 Euro
  • Verkehrsanbindung: Bus 135, 235, 638, 639, X34, X49, 134, 136, 149, 131

Sommerbad Staaken-West

Ausstattung: 25-m-Becken, Nichtschwimmerbecken mit Kinderrutsche, Planschlandschaft mit Wasserpilz, Liegewiese, Imbiss, Kinderspielplatz, Klettergerüst, Wippe, Sandkasten, Basketball, Tischtennis-Platte

  • Brunsbütteler Damm 443; 13591 Berlin
  • Telefon 363 19 46
  • Öffnungszeiten: 7 bis 19 Uhr
  • Tageskarte: 5,50, ermäßigt 3,50 Euro
  • Früh- und Spätrabatt bis 8 Uhr und ab 75 Minuten vor Badeschluss: 3,50 Euro
  • Verkehrsanbindung: RE2, RB13; Bus M32, 100 Parkplätze

Nichtöffentliche oder “wilde” Badestellen in Spandau

Neben den Badestellen, die durch die freiwilligen Dienste der DLRG bewacht werden, gibt es sehr viele Bademöglichkeiten in öffentlichen Gewässern in Spandau, die manchmal auch verbotenerweise genutzt werden. Gebadet wird hier auf eigene Gefahr.

Mit dieser – hoffentlich wachsenden – Liste, soll der Versuch unternommen werden, all die kleinen Badestellen in Spandau zusammenzutragen. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele an der Komplettierung mit eigenen Erfahrungen und Beschreibungen beteiligen würden.

Leider an vielen Naturbadestellen immer wieder der Schilfbereich niedergetrampelt. Die Schilfgürtel an den Ufern sind natürliche Kläranlagen. Sie weisen eine enorme Reinigungskraft auf. Gerade wenn im Sommer viele Badegäste ein Gewässer nutzen, ist deren Reinigungsfähigkeit besonders wichtig. Ferner sind Schilfbereiche Nistplätze für Vögel. Diese werden u. U. von rücksichtslosen Badegästen von ihren Gelegen vertrieben.

Wer Hinweise zu Berliner, Brandenburger und noch viel mehr Badestellen in Europa haben möchte, um sich vorsorglich für seinen Badeurlaub zu informieren, der nutze einfach den “WISE Bathing Water Quality data viewer“.  Bei meinem letzten Blick waren dort 23 Berliner Badestellen verzeichnet.

Als kleine Ergänzung gibt es noch den Hinweis auf das Badegewässerprofil der Badestelle Teufelssee. Der liegt zwar schon in Charlottenburg-Wilmersdorf, ist aber so schön, dass er unbedingt in diese Liste aufgenommen werden muss. Mit dem Rad ist er gut zu erreichen. Bis zum frühen Nachmittag hält sich der Andrang meist in Grenzen. Später wird es richtig voll. FKK und bekleidetes Baden geht hier traditionell problemlos miteinander. Leider kommen auch hier immer mehr Hundebesitzer an diese Badestelle, um ihre Hunde verbotenerweise  dort baden lassen.

Kiesteich im Spektepark im Falkenhagener Feld

Oberhalb des Kletterfelsens am Kiesteich liegt die beliebteste Badestelle im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Salecker)

Oberhalb des Kletterfelsens am Kiesteich liegt die beliebteste Badestelle im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Salecker)

Der Kiesteich wurde schon kurz nach Beendigung des Kiesabbaus durch die Anwohner als Badeplatz erobert. Heute bedeckt der See eine Fläche von 7 Hektar und hat eine Tiefe von 12 Metern. Jogger laufen 1,2 Kilometer, wenn sie den See umrunden. In seiner längsten Ausdehnung hätte ein Schwimmer eine Strecke von 300 Metern zu überwinden.

Im Falkenhagener Feld existieren für den Anwohner nur wenige Bademöglichkeiten. Die größte von ihnen liegt an der Süd-Ost-Seite des Großen Spektesees, kurz Kiesteich genannt. Markantes Zeichen seit letzten Jahr ist der große Kletterfelsen. Ein Stückchen oberhalb liegt die Bademöglichkeit. Wenn es warm wird füllt sich die Wiese mit unzähligen Badegästen. Ein kleiner Kiosk direkt an der Liegewiese bietet Erfrischungen und kleine Snacks. Sogar Toiletten sind vor Ort vorhanden.

Die beliebteste Badestelle im Falkenhagener Feld am großen Spektesee(Foto: Ralf Salecker)

Die beliebteste Badestelle im Falkenhagener Feld am großen Spektesee(Foto: Ralf Salecker)

Diese Badestelle ist zwar keine öffentlich ausgewiesene Badegelegenheit, aber als solche geduldet. Die Wasserqualität ist aus praktischer Nutzererfahrung ok, auch wenn sie naturgemäß bei intensivem Badebetrieb und hohen Außentemperaturen nachlässt.

Offizielle Stellen beurteilen die Wasserqualität anders. Aufgrund seiner schlechten chemischen Wasserqualität ist der Spektesee noch nicht offiziell als Badegewässer freigegeben. Dies soll sich in Zukunft einmal ändern. Die Ursache der leichten chemischen Belastung ist u.a. in der früheren Verfüllung mit Bauschutt zu sehen.

Leider ist die Wiese recht schnell vermüllt, weil nicht alle Nutzer sich vernünftig genug verhalten. Auch gibt es immer wieder Beschwerden über Hundebesitzer, die ihre Hunde auf der Badewiese Gassie führen. Wer möchte sich schon gerne in den Hinterlassenschaften der Hunde wiederfinden…

Die Holzbrücke über den Spektesee wird im Sommer gerne als Sprungbrett ins Wasser genutzt (Foto: Ralf Salecker)

Die Holzbrücke über den Spektesee wird im Sommer gerne als Sprungbrett ins Wasser genutzt (Foto: Ralf Salecker)

Weitere wilde Bademöglichkeiten finden sich, wenn man entlang der Spektelake in Richtung Westen weiterwandert. Besonders die Holzbrücke fast am Ende der Spektelake ist ein beliebter Platz für Sprünge ins Wasser

Baden am ehemaligen Nordhafen

Der Spandauer Nordhafen wurde nach der Entfestigung Spandaus (1903) – zwischen 1908 und 1912 – im Norden der Neustadt aus einem Teilstück des ehemaligen Festungsgrabens angelegt. Dort, wo früher einmal Baumaterialien, Walzeisen, Gaskohle, Kolonialwaren, Reis, Zuckerrüben und Chemikalien umgeschlagen wurden, entstanden im Zuge der Grünflächen- und Ufermaßnahmen zum Bau der Spandauer Wasserstadt Wohnquartieren und Parkanlagen. Gestalterische Elemente der Parkanlagen erinnern an die historische Funktion des Gewässers.

Der Stichkanal der Havel, mit einer Länge von 500 Meter liegt im Spandauer Ortsteil Hakenfelde. Er zieht sich vom Havelwestufer bis zum Hohenzollernpark an der Streitstraße. Am Nordufer des Nordhafens verläuft eine in den Jahren 2006/2007 angelegte Promenade des Maselakeparks, die Teil des offiziellen Havelradwegs, des Havelseenwegs und der Wanderwege 12 und 20 der grünen Hauptwege Berlins ist.
Heute liegen ab und an kleinere Boote an den Kai-Anlagen. Vor kurzem nutzt anscheinend auch der Ausflugsdampfer Berolina die Möglichkeit dieser Anlegenstelle. Wasserfahrzeuge bis zu einer Länge von 67 m und einer Breite von 8,20 m dürfen diese Anlage nutzen.

Die Anlegebereiche am Nordhafen liegen etwa einen Meter tiefer, als die Uferpromenade. Hier breiten im Sommer jüngere und ältere Badegäste ihre Badetücher aus. Nach dem Sprung ins Wasser gelangt man ausschließlich über Notrettungsleitern wieder ans Ufer. Berge von zerschlagenen Glasflaschen lassen diesen an sich sehr schönen Ort am Maselakepark oft eher abschreckend wirken.

Ein Stückchen oberhalb, in Richtung “Kleiner Wall” befindet sich ein kleiner Sandstrand, der gerne von Familien mit kleinen Kindern genutzt wird. Eine richtige Badestelle ist der Strand mit seinen großen Schaukeln in keinem Fall. Maximal ist ein Planschen im Uferbereich möglich.

Havelspitze

“An der Havelspitze” ist ein kleiner Weg in Hakenfelde, der an Senioreneinrichtung vorbei zur Havelspitze an der Maselakebucht führt. Eine große Holzplattform verlockt an heißen Tagen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu einem Sprung ins kühle Nass. Von hier hat man einen schönen Blick die seenartige Erweiterung der Havel in Richtung Insel Eiswerder. Wer Ruhe sucht, sollte diesen Ort eher meiden. Alle anderen scheinen hier ihren Spaß zu haben.

P.S.
Anmerkungen und Hinweise zu Badestellen in Spandau sind gerne gesehen. Wer also eine schöne Stelle in Spandau kennt, die zum baden einlädt, der kann mir gerne eine kurze Beschreibung nebts Foto zukommen lassen! Ich würde mich freuen!
 

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Mit dem Bürgermeister auf den Rathaus-Turm

Spandau aufs Dach steigen

Blick vom Rathaus Spandau zum alten Postamt (Foto: Ralf Salecker)

Blick vom Rathaus Spandau zum alten Postamt (Foto: Ralf Salecker)

Mit Beginn des Frühjahrs gibt es die gute Gelegenheit, Spandaus höchsten Aussichtspunkt zu erklimmen. Einmal auf den Rathausturm und Spandau von höchster Stelle aus sehen, das wünschen sich viele Spandauerinnen und Spandauer. Aus diesem Grund lädt Bezirksbürgermeister Kleebank am 25. März 2015 um 15.00 Uhr zu einer Turmführung ein.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldungen bitte unter Telefon 90279-2306 oder buergermeister@ba-spandau.berlin.de unter Nennung des vollständigen Namens, der gewünschten Teilnehmerzahl und der Kontaktdaten.

Aufgrund der beschränkten Zugänglichkeit des Turmes und seiner Plattform, können jeweils nur 30 Interessenten pro Besuchstermin berücksichtigt werden.

Rodeln in Spandau

Eine kleine Karte gibt Auskunft zu den Rodelmöglichkeiten im Bezirk

Rieselfelder Spandau - Winter (Foto: Ralf Salecker; www.unterwegs-in-spandau.de)

Rieselfelder Spandau – Winter (Foto: Ralf Salecker; www.unterwegs-in-spandau.de)

Schnee lockt die Schlitten aus den Kellern. Spandau hat ein paar nette Örtlichkeiten zu bieten, an denen das Rodeln oder Schlitten fahren zum Vergnügen wird. Selbst auf dem Snowboard oder Skiern kann man sich hier vergnügen. An einigen Stellen ist das Gefälle groß genug dafür.

 

Sollten Sie noch weitere Orte kennen, würde ich mich über einen entsprechende Hinweis freuen. Ein kleines Bild dazu, wäre noch schöner.

Nimmt man dann noch die Orte hinzu, bei denen die Muskelkraft der Eltern als Zugtier gefragt ist, dann bieten sich natürlich auch die Rieselfelder, der Spandauer Stadtforst oder auch die Wanderwege entlang der Havel als Ziel für eine Schlittenfahrt an.

Ski-Langläufer haben es da einfacher, weil sie sich nicht kleine Flächen mit vielen anderen teilen müssen, sondern auf den Rieselfeldern und im Spandauer Stadtforst auf fast endlosen Flächen ungestörte Ruhe finden, um diesen entspannten Sport auszuüben.

Ein kleiner Hinweis am Rande: Wer sich zu früh aufs Eis begibt, kann schnell ein böses Ende nehmen. Die DLRG hat ein paar Eisregeln erstellt, die helfen können.

  • Staaken: Heerstraße (Ecke Reimerweg), an der Fußgängerbrücke; Bus M49, 149
  • Staaken: Heerstraße (auf dem Hahneberg); hier kann man auf einer rund 600 Meter langen Bahn auch höhere Geschwindigkeiten erreichen; Bus M49, 149
  • Staaken: Ungewitterweg in der Gartenstadt, der Berg am ehemaligen Bunker; Bus 237 Eckener Weg
  • Spektegrünzug; Rodelberg zwischen Borkzeile und Spekteweg; Bus 237 Borkzeile
  • Siemenstadt: Siemenspark (am Volkspark Jungfernheide); Rieppelstraße, Diehlmannstraße, Im Wilhelm-von-Siemens-Park, 13629 Berlin; U7 Siemensdamm
  • Wilhelmstadt: Südpark; ein winzig kleiner Abhang, der aber gerne von Kindern genutzt wird; Bus 136, 236; M49, 149, X34 (Jaczowstraße)
  • Teufelsberg: ist zwar nicht mehr in Spandau, aber nahe dabei; Zugang entweder über die über die Teufelssee-Chaussee ( 2. Parkplatz). Rechter Hand liegt der Berg für das Rodelvergnügen mitten im Wald. Wer es unbedingt muss, kann auch mit dem PKW anreisen.; Vom S-Bahnhof Heerstraße aus sind es nur 10 Minuten Fußweg.
  • Ideal für Ski-Langlauf sind die Spandauer Rieselfelder zwischen gatower Straße und Potsdamer Chaussee und der Spandauer Stadtforst an der Schönwalder Allee. Beide sind bestens mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

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Ein wechselvolles Schicksal – 100 Jahre Gartenstadt Staaken

Ein Jahrhundert erfolgreiches genossenschaftliches Engagement

Grundschule in der Gartenstadt Staaken (Foto: Ralf Salecker)

Grundschule in der Gartenstadt Staaken (Foto: Ralf Salecker)

Auf sein hundertjähriges Bestehen blickte im vergangenen Monat die Gartenstadt Staaken zurück – ein Jubiläum, auf das die Gartenstädter mit Recht stolz sind. Hat sich doch der genossenschaftliche Gedanke über ein ganzes Jahrhundert erhalten und ist heute ebenso aktuell wie zu Zeiten der Gründung der Siedlung.

Als ein kleines gallisches Dorf bezeichnete Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank während seiner Festrede die Gartenstadt, der es nie an Kraft und Beharrungsvermögen gegenüber dem nahe gelegenen Spandau gefehlt hat. Die Gartenstadt habe zu Spandau ein ähnliches Verhältnis wie Spandau zu Berlin, fügte er schmunzelnd hinzu und freute sich ganz besonders, in Staaken willkommen geheißen zu werden.

Linderung der Wohnungsnot nach den Idealen der Gartenstadtbewegung

Wohnungen in der Gartenstadt Staaken (Foto: Ralf Salecker)

Wohnungen in der Gartenstadt Staaken (Foto: Ralf Salecker)

Mit der Errichtung der Gartenstadt Staaken sollte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die große Wohnungsnot in Spandau gemindert werden. Für die Beschäftigen der Königlichen Werkstätten entstand außerhalb der Stadt Spandau in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Staaken auf dem Gelände zwischen der Lehrter Bahn und der Hamburger Bahn die Gartenstadt Staaken.

Das 350.000 qm große Gelände, auf dem ursprünglich eine Fabrik der Eisengießerei Schwartzkopff geplant war, wurde der im Jahr 1913 gegründeten Genossenschaft in Erbpacht übertragen und bereits im Sommer 1914 fand das Richtfest für die ersten Wohnhäuser statt.

Die ersten von 162 fertigen Wohnungen wurden am 1. Dezember 1914 bezogen. Ausführender Architekt war der damals erst 29 Jahre alte Paul Schmitthenner, der hier die Ideale Gartenstadtbewegung realisierte. Um der Enge der Berliner Mietskasernen zu entfliehen und die Verbindung der Fabrikarbeiter zur Natur wiederherzustellen, wurde jeder Wohnung ein kleiner Garten zugeordnet.

Bezahlbares und gleichzeitig lebenswertes Wohnen in einer Genossenschaft

Kaufhaus in der Gartenstadt Staaken (Foto: Ralf Salecker)

Kaufhaus in der Gartenstadt Staaken (Foto: Ralf Salecker)

Schon bei der Entstehung der Gartenstadt galt die Devise, aus wenig viel zu machen und so stand der Architekt vor der Aufgabe, hier ein Modell für bezahlbares und gleichzeitig lebenswerten Wohnens zu konzipieren. Das ist gelungen, denn er schaffte es, tausend Wohnungen in nur fünf Haustypen unterzubringen und dennoch ein Bild der Abwechslung zu schaffen. Es fällt kaum auf, dass sich Fenster und Türen bei den verschiedenen Haustüren aus Kostengründen wiederholen.

Die gewählte genossenschaftliche Organisationsform bedeutet für die Mitglieder ein Höchstmaß an Demokratie und Selbstbestimmung, in der jeder bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Auch heute noch bietet die Genossenschaft ihren Mitgliedern bezahlbaren und sicheren Wohnraum. Gegründet wurde die Genossenschaft mit nur acht Mitgliedern, aus denen im Laufe des Jahrhunderts 2100 Mitglieder wurden.

Getrennt durch den Mauerbau

Gartenstadt Staaken (Foto: Ralf Salecker)

Gartenstadt Staaken (Foto: Ralf Salecker)

Die Gartenstadt Staaken hat aber auch im Laufe ihrer hundertjährigen Geschichte ein wechselvolles Schicksal hinter sich und ist als Siedlung im Schatten der Mauer in die Annalen eingegangen. Am 1.2.1951 wurde der Westteil Staakens vom Bezirk Spandau getrennt und unter Ost-Berliner Verwaltung gestellt. Die Sektorengrenze verlief seitdem genau in der Mitte des Finkenkruger Weges und fiel erst durch die Öffnung der innerdeutschen Grenze am Grenzübergang Torweg am 27.5.1990.

Die Gartenstadt Staaken gehört heute zu den bedeutendsten Berliner Bau- und Gartendenkmälern des 20. Jahrhunderts. Sie umfasst Ein-, Zwei- und kleine Mehrfamilienhäuser, die fast alle mit einem dazugehörigen Garten ausgestattet sind.

Jubiläumsfeier zum 100jährigen Bestehen

Das hundertjährige Bestehen wurde mit einem großen Festwochenende gefeiert, an dem viele Vereine und Unterstützer aus Staaken als Akteure mit eingebunden und zu einem wunderbaren Fest beigetragen haben. Bei der Organisation der 100-Jahrfeier wurde auf bekannte Spandauer Unternehmen zurückgegriffen. Breker Events war mit dem Aufbau des Festzeltes und der technischen Abwicklung betraut, das Catering lag in den Händen von fces catering und eventservice.

Bereits am Freitag des Festwochenendes fand in einem eigens aufgebauten Festzelt am Ungewitterweg ein feierlicher Festakt mit vielen Gästen aus Politik und Wirtschaftstatt. Helmut Kleebank überbrachte seine Grüße aus dem Spandauer Rathaus und als Festredner wurden der Geschäftsführer des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs-und Immobilienunternehmen e.V., Dr. Christian Lieberknecht, und der Pressesprecher und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des BBU (Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.), Dr. David Eberhart, begrüßt.

Spandauer Media Verlag
Spandau heute
Karin Schneider
13597 Berlin
Breite Str. 35
Tel: 01775101129

E-Mail: info@spandau-heute.de

 

Ein Reiseführer für Spandau – Mitstreiter gesucht

Der Bezirk hat viel zu bieten, schreiben wir es auf!

Der Bezirk hat viel zu bieten, schreiben wir es auf! (Fotos: Ralf Salecker)

Der Bezirk hat viel zu bieten, schreiben wir es auf! (Fotos: Ralf Salecker)

Spandau lohnt sich! Darin sind sich viele Bewohner des Bezirks einig. Trotzdem überrascht es  immer wieder, wie wenig sich manche vor ihrer eigenen Haustüre auskennen.

Der letzte Reiseführer in Buchform kam vor rund 20 Jahren auf den Markt. Zu Mauerzeiten hat es noch einen Baedeker gegeben. Seitdem ist viel Wasser die Havel heruntergeflossen. Ein Blick in aktuelle Berlin-Reiseführer stimmt nicht unbedingt froh. Manche Beschreibungen scheinen sehr oberflächlich geschrieben.

Touristen und andere Besucher kommen nur, wenn sie durch ansprechende Informationen neugierig gemacht wurden. Wenn diese nicht existieren, dann muss man sie selbst schaffen!

Da sich kein Verlag für Spandau interessiert, ist es an der Zeit, dieses kleine Problem selbst anzugehen. Darum begann Ralf Salecker im Mai mit dem Projekt „Reiseführer Spandau“. Alle „touristisch“ relevanten Informationen über Spandau sollen zusammengetragen, ausprobiert und aufbereitet werden.

In der ersten Stufe wird es spätestens zum April 2015 eine Online-Version mit allen wichtigen Orten, Sehenswürdigkeiten, Wander- und Radwegen, touristischen Dienstleistern usw. aus Spandau geben. Diese Internetseite ist selbstverständlich für die modernen Kommunikationsmittel optimiert. In der zweiten Stufe wird es dann eine gedruckte Version des Spandau-Reiseführers geben – für diesen späteren Schritt werden noch Sponsoren gesucht.

Mitstreiter, Mitradler, Mitwanderer und Mitdenker gesucht

In dieses Projekt sollen möglichst viele unterschiedliche Ideen einfließen, um die breite Vielfalt Spandaus abbilden zu können.

Auf „Unterwegs in Spandau“ beschreibt Ralf Salecker seit vielen Jahren Sehenswertes aus, in und um Spandau. Um möglichst alles zu sammeln, was Touristen und Einheimische in Spandau und der Umgebung interessieren könnte,  möchte Ralf Salecker alle Spandauer aufrufen, sich mit Ideen an diesem Reiseführer-Projekt zu beteiligen.

Zuerst geht es darum, eine Liste mit Sehenswürdigkeiten, Wander- und Radwegen zu erstellen. Diese Liste soll nach und nach mit Inhalten versehen werden. Schreiben Sie ihm, welche Orte warum sehenswert sind, wo man gut übernachten kann, welche Wander-, Boots- und Radtouren auch für andere interessant sind!

Möglichst viel davon soll gemeinsam praktisch erprobt werden. Diese Touren sollen dann noch in diesem Jahr gemeinsam erwandert und/oder erradelt werden, um zu sehen, ob sie sich eignen, wie sie verbessert werden können, was an spannenden Orten am Rande der Touren empfehlenswert ist. Dabei gehören selbstverständlich auch gastronomische Einrichtungen dazu.

„Lassen Sie uns gemeinsam an einem Reiseführer für Spandau arbeiten“, meint Ralf Salecker. Wer soll es besser machen können, als die Spandauer selbst?

Kontakt: info@unterwegs-in-spandau.de

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