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Viel Sport rund um den Kiesteich

Beachvolleyball im Spektepark (Foto: Ralf Salecker)

Beachvolleyball im Spektepark (Foto: Ralf Salecker)

Im letzten Jahr eröffneten zum 50jährigen Jubiläum des Falkenhagener Felds (FF) einige Sport- und Freizeitangebote rund um den Kiesteich. In diesem Sommer wurde der letzte Teil, eine überdachte BMX-Anlage fertiggestellt. Während des Spekteparkfestes sollte es an allen Orten Vorführungen und Mitmachangebote geben. „Mut“ war an diesem Tag gefragt, weil die Wetterfrösche kräftigen Regen angesagt hatten – der leider dann auch kam.

Kletterfelsen nur zum Anschauen, Beachvolleyball zum Mitmachen

Nur eine Taube konnte noch auf den Kletterfelsen (Foto: Ralf Salecker)

Nur eine Taube konnte noch auf den Kletterfelsen (Foto: Ralf Salecker)

Weithin sichtbar ist der zweiteilige Kletterfelsen, als neues Wahrzeichen, auf der Nordostseite des Kiesteichs. Der Kletterfelsen besteht aus einem Turm, der in 8 m Höhe in einen Turm von 18,50 m Höhe übergeht. Ringsum befindet sich ein Kiesbett als Fallschutz. Er bietet als Besonderheit spezielle Routen für sehbehinderte Menschen.

Für viele enttäuschend, gab es gerade hier nichts zu sehen. Kurz vor der offiziellen Eröffnung begab sich ein Kletterer in luftige Höhen – das war dann auch alles. Verschiedene Besucher, die sich gerne einmal an diesem Kletterfelsen versucht hätten, wurden abgewiesen. Manch einer war wohl noch zu jung, andere erfuhren, dass nur Mitglieder des Alpinvereins dort klettern dürften „schließlich würde der Felsen dem Alpinverein gehören“ und andere hatten das falsche Schuhwerk. Schade, dies wäre sicherlich eine schöne Gelegenheit gewesen, Neugierige an den Klettersport heranzuführen. Die B.-Traven-Oberschule mit ihrem Angebot an Trendsportarten ist da viel vorbildlicher. An deren Kletterwand können sich auch völlige Neulinge versuchen. Sie werden immer durch eine zweite Person gesichert. Passieren kann also nichts…

Direkt daneben liegt eine Beachvolleyballanlage mit jeweils zwei Sand- und Rasenplätzen, die für ein kleines Turnier genutzt wurde. Es gab keine Trennung nach Alter und Geschlecht. Hier stand offensichtlich der gemeinsame Spielspaß im Vordergrund. Die Beachvolleyballanlage ist zu jeder Zeit frei nutzbar.

Beachlounge und Gottesdienst

Suchet der Stadt Bestes (Foto: Ralf Salecker)

Suchet der Stadt Bestes (Foto: Ralf Salecker)

Um 14:30 Uhr riefen alle vier Kirchengemeinden (die evangelischen Gemeinden Jeremia, Zuflucht und Paul-Gerhard, sowie die katholische St. Markus), aus dem Falkenhagener Feld zu einem ökumenischen Gottesdienst direkt an der Badestelle. Passend zum Thema Stadtumbau wurde ein Bibelspruch (Jeremia 29) als Leitmotiv gewählt: „Suchet der Stadt Bestes“.

Für die Badegäste war dies sicherlich ein ungewohntes Bild. Schon zu Beginn sorgte Petrus mit kräftigem Regen für reichlich Feuchtigkeit. Trotzdem ließen sich die Gäste davon nicht abschrecken. Einen Freiluftgottesdienst unter dem Regenschirm gab es im FF bisher noch nicht. Glücklicherweise nahmen die Flugzeuge diesmal einen anderen Weg, so blieb den Teilnehmern immerhin dieser Lärm erspart.

An der Badestelle lud die „Beachlounge“ zu Musik, Grill und Getränken. Partner für Spandau stellte dutzende Liegestühle zur Verfügung, die reichlich genutzt wurden. Ohne den Regen wäre der Badebereich sicherlich überfüllt gewesen, so hielt sich der Ansturm in Grenzen.

Mehrgenerationensportplatz

Spielplatz für die Kleinsten mit Sitzmöglichkeiten für die Eltern (Foto: Ralf Salecker)

Spielplatz für die Kleinsten mit Sitzmöglichkeiten für die Eltern (Foto: Ralf Salecker)

In Zusammenarbeit mit Anliegern entstanden im Nordwesten des Kiesteichs auf dem ehemaligen Spielplatz Bewegungs- und Spielangebote für Nutzerinnen und Nutzer jeglichen Alters und unterschiedlicher Leistungsfähigkeit. Damit trug man einem veränderten Nutzerbedarf Rechnung. Genügend Bänke bieten Platz zum Ausruhen oder für Eltern, die mit ihren Kleinsten auf den Spielplatz kommen. Auch an Radfahrer wurde gedacht. Vernünftige Stellplätze ermöglichen es, Drahtesel sicher abstellen.

Lauffreudige können die zentrale ellipsenförmige Laufbahn aus Asphalt nutzen. Diese schließt eine Gymnastikwiese und einen Kinderspielbereich ein. Rings um die Bahn herum befindet sich eine Vielzahl von Sportgeräten für Anfänger und Fortgeschrittene.

Wie bei allen Sportanlagen im Spektepark haben sich die Planer für ein robustes und pflegearmes Material entschieden, welches auch starker Beanspruchung gewachsen ist und einen überschaubaren Pflegeaufwand mit sich bringt.

BMX-Anlage, Parkour, Slackline und Bolzplatz

Überdachte BMX-Anlage im Spektepark (Foto: Ralf Salecker)

Überdachte BMX-Anlage im Spektepark (Foto: Ralf Salecker)

Die Sportanlagen im Norden richten sich eindeutig an ein jüngeres Publikum. Gerade erst fertiggestellt, wurde die BMX-Anlage von den Kindern und Jugendlichen sofort in Besitz genommen. Ein riesiges Metalldach, einzigartig in Berlin, soll dafür sorgen, dass sie auch bei schlechter Witterung zu nutzen ist. Jugendliche, die extra aus dem benachbarten Falkensee kamen, zeigten sich begeistert von der BMX-Anlage, die in ihren Augen sogar besser ist, als der Skatepark am Räcknitzer Steig. So etwas würden sie sich auch für Falkensee wünschen. Der dortige Bürgermeister sieht dazu anscheinend keinen Bedarf.

Ein BMX-Team aus Nauen packte seine Räder vorzeitig ein, weil der heftige Regen das Gelände wohl doch zu rutschig werden ließ, andere warteten den großen Regen ab und machten sich trotzdem mit der BMX-Anlage vertraut.

Ein Traceur bei der Arbeit (Foto: Ralf Salecker)

Ein Traceur bei der Arbeit (Foto: Ralf Salecker)

Während das BMX-Rad schon zu dem etablierten Sportgeräten zählt, ist Parkour noch eine relativ junge Angelegenheit, die aus Frankreich ihren Siegeszug in die Welt angetreten hat. Spielfilme hatten hierbei einen erheblichen Anteil. Der Parkourläufer oder auch Traceur sucht sich seinen individuellen Weg über architektonische Hindernisse durch den städtischen Raum. Effizienz geht hierbei vor Krafteinsatz. Ausdauer und Schnelligkeit werden trainiert. Die Parkouranlage im Spektepark versucht auf kleinem Raum viele unterschiedliche Trainingsmöglichkeiten zu bieten.

Slacklining im Spektepark (Foto: Ralf Salecker)

Slacklining im Spektepark (Foto: Ralf Salecker)

Unter fachkundiger geduldiger Anleitung von Mitgliedern des Vereins ParkourOne gab es die Gelegenheit, erste Sprünge und Schwünge zu versuchen. Ganz offensichtlich standen nicht unüberlegte hektische Aktionen im Vordergrund. Es ging darum, sich langsam und geduldig heranzutasten und mit den Gegebenheiten vertraut zu machen, um am Schluss seinen eigenen Weg durch den Parkour zu finden.

Fast unscheinbar daneben boten die Slackline-Oldies erste Schritte auf der Slackline an. Spandau bietet berlinweit die meisten Gelegenheiten, diese Trendsportart auszuüben. Erst Anfang des Jahres wurden im Koeltzepark Pfosten installiert um auch hier Slacklining ausüben zu können. Zwischen zwei Pfählen, die fest im Boden verankert sind, spannten die Slackline-Oldies die breite Leine. Auf den ersten Blick scheint es höchst einfach, ein paar Schritte darauf zu unternehmen. Schnell zeigt sich, dass viel Übung nötig ist, um sich sicher darauf bewegen zu können. Überaus geduldig sind die Slackline-Oldies immer wieder dabei, für diese Sportart zu werben. An der B.-Traven-Oberschule im Falkenhagener Feld gibt es ein regelmäßiges Angebot, welches auch von Schulfremden zu nutzen ist.

Wer sagt, dass Regen auf dem Bolzplatz stört? (Foto: Ralf Salecker)

Wer sagt, dass Regen auf dem Bolzplatz stört? (Foto: Ralf Salecker)

Das Bolzplatz-Turnier im benachbarten Käfig fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Heftiger Regen verwandelte den Bolzplatz in eine Rutschbahn. Aus diesem Grund verlegte man es auf das kommende Wochenende. Andere ließen sich nicht abschrecken und spielten begeistert und völlig durchnässt.

Der Regen hat dem Programm im Spektepark teilweise einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diejenigen, die trotzdem kamen, sei es zum Schauen oder aktiv dabei sein, hatten trotzdem ihren Spaß. Das Falkenhagener Feld hat mit den Sport- und Freizeitmöglichkeiten im Spektepark etwas ganz Besonderes zu bieten.

Fotoimpressionen vom Spekteparkfest am Kiesteich