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Will der rechtspopulistische bis rechtsextreme PEGIDA-Ableger die adventliche Stimmung stören?

BÄRGIDA-Demo Spandau (Foto: Ralf Salecker)

BÄRGIDA-Demo Spandau (Foto: Ralf Salecker)

BärGiDa, die sogenannten Berliner Verteidiger des Abendlandes könnten wieder einmal wieder in Spandau aufmarschieren. Diesmal soll möglicherweise am Montag, den 11. Dezember, der Weihnachtsmarkt in der Spandauer Altstadt als „Aufmarschgebiet“ missbraucht werden.

Auf dem Twitter-Account von NOBärGiDa ist folgende Aussage zu lesen: „BärGiDa wird am Montag definitiv NICHT nach Spandau fahren, „wegen dem Weihnachtsmarkt gibt es keine Genehmigung für eine Demo“ so die Aussage der Polizei.“ Dies lässt sich so interpretieren, dass es wohl einen Versuch von BärGiDa gegeben hat, die Demo von der Polizei genehmigt zu bekommen. Diese Genehmigung ist wohl – wegen des Spandauer Weihnachtsmarktes – nicht erteilt worden.

Dort wird auch die voraussichtliche Route des Bärgida-Aufmarsches über den Spandauer Weihnachtsmarkt beschrieben: Beginn 19.45 Uhr; Startpunkt: Bahnhof Spandau – Carl-Schurz-Straße – Jüdenstraße – Ritterstraße – Mönchstraße – Breite Straße – Markt – Carl-Schurz Straße – Endpunkt: Bahnhof Spandau. (Quelle: Berlin gegen Nazis und Twitter)

Auf der BärGiDa-Seite selbst findet sich kein Hinweis dazu. Sollte es weitere aktuellere Informationen geben, werden sie hier ergänzt.

 

BÄRGIDA-Demo Spandau (Foto: Ralf Salecker)

BÄRGIDA-Demo Spandau (Foto: Ralf Salecker)

BärGiDa hatte schon einmal in Spandau einen großen Besuch in Spandau angekündigt. Gerade einmal 35 Leutchen hatten es bis in Berlins westlichsten Bezirk geschafft. Insgesamt war das Polizeiaufgebot im Juni größer gewesen, als die Zahl der BärGiDa-Demonstranten. Gleiches gilt für die Zahl der Gegendemonstranten, die ein Zeichen gegen Fremdenhass und nationalistische oder rechtsextreme Äußerungen setzten.

BärGiDa hat kein Problem damit, regelmäßig Lügen zu verbreiten, aktuell ist es z.B. die Behauptung „Mann und Frau sollen als biologische Kategorie abgeschafft werden“. Viele Mitglieder haben etwas gegen die „Ehe für alle“. Diese Ablehnung wird dann gerne unter „Gender-Mainstreaming“ zusammengefasst. Dem Islam wird der Status einer Religion abgesprochen. Damit befinden sich die BärGiDa-Anhänger nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes, welches eine freie Religionsausübung garantiert.

Die BärGiDa ist der offizielle Berliner Ableger des rechtspopulistischen bis rechtsextremen oder sogar völkischen und fremdenfeindlichen deutschen Demonstrationsbündnisses „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA). BärGiDa hat kein Problem damit gemeinsam mit Identitäten und Reichsbürgern unterwegs zu sein.

BärGiDa-Mitglieder versammeln sich regelmäßig in Berlin Mitte, um sich dem angeblich drohenden Untergang des Abendlandes entgegenzustellen. Nun wollten sie zum zweiten Mal den Spandauern zeigen, wo der Hammer hängt, auch wenn der bei BärGiDa auf dem Kopf steht. Gauland sieht in Pegida die natürlichen Verbündeten der AfD.

Wie notwendig es ist, ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz zu setzen, zeigt das Ergebnis der Wahlen bei der AfD in Hannover. Dort hat sich endgültig der Rechtsnationale Flügel durchgesetzt. Gemäßigte kommen allenfalls in der zweiten Reihe vor.

 

BÄRGIDA-Demo Spandau (Foto: Ralf Salecker)

BÄRGIDA-Demo Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Die Fahnen und andere Symbole:

 

 

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